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Das ist ein
Kapitel für sich und ehrlich gesagt überlasse ich das Fachleuten, obwohl ich
mich während meines Studiums lange mit Verstärkern und deren Berechnung plagen
musste.
Die Röhren
waren lange in Vergessenheit geraten, aber wer jemals eine gutes Horn mit einem
Röhrenverstärker angetrieben gehört hat, kennt den Unterschied: Warmer Bass,
nicht klirrende Höhen, die Membranbewegung klebt förmlich am Signal.
Deshalb habe
ich jetzt meinen ersten Röhrenverstärker, es ist ein hochwertiger Single Ended
Class-A Verstärker mit 2 x 6,5Watt Leistung gebaut. Nein, ich habe ein Gehäuse
dazu gebaut, Konzeption und Aufbau hat ein wirklicher Röhrenkenner und
Fachmann, Herr Manfred Werner (www.roehrensockel.de)
für mich durchgeführt. An dieser Stelle vielen Dank an ihn. Übertrager und Elektronik sind zur
Sicherheit im Inneren des Gehäuses, die Röhren außerhalb.
 
Zwischenzeitlich habe ich einen sehr ausgereiften "Single-Ended
in ultralinearer Schaltung und SRPP Treiberstufe" im Tausch gegen meine "Flo
BL-Doblo"
von meinem Bekannten, Herrn H. Hermanns, erhalten.
Diese Endstufe macht mich sehr glücklich und es ist ein
Hochgenuss die Hörner über sie zu hören.

An der Optik lässt sich meiner Meinung nach noch etwas
verändern, aber sein Konzept ist für mich akustisch überzeugend:
6L6GC Single-Ended in Ultralinear Schaltung und SRPP Treiberstufe
Bestückung:
- Endröhre: 6L6GC (TAD)
- Treiber: 6SL7 (HP, NOS)
- Gleichrichter: 5V4 (RCA, NOS)
Konzept:
- Bezahlbare „gängige“ Tetrode (6L6GC) als Endröhre.
- Einfacher Schaltungsaufbau mit möglichst wenig Bauteilen und
Kondensatoren im Signalweg.
- Treiber in SRPP-Schaltung.
- Röhrengleichrichtung (inkl. Drossel) mit autom. Einschaltverzögerung
als Nebeneffekt.
- Geringe Gegenkopplung.
- Keine Über-Alles-Gegenkopplung.
- Single-Ended im Ultralinearbetrieb.
- Kompromiss zwischen Leistung (Pentodenbetrieb) und günstigem
Klirrspektrum (Triodenbetrieb).
- Klanglich näher an der Triode (insbesondere bei geringer
Aussteuerung).
- Verbesserter Frequenzgang durch zusätzliche Gegenkopplung des
Ultralinearbetriebs.
- Leistung von ca. 7W.
Der Schaltplan:

Meine Fronthornsysteme treibe ich allerdings mit einer
Röhrenvorstufe. (die Systematik ist hier
beschrieben)
Dazu halte ich die folgenden Typen zum Vergleich bereit:


Dieser Vincent-Vorverstärker wurde von meinem Bekannten H.
Hermanns modifiziert und er hat mich gebeten sein Konzept an dieser Stelle
näher erläutern zu dürfen:
Vincent
VV
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Soweit ich das ermitteln konnte war das Gerät original mit einem 2-stufigen
Katodenbasis-Spannungsverstärker mit Gegenkopplung ausgestattet.
Diese Schaltung habe ich ausgebaut, soweit erforderlich die Verbindungen
aufgetrennt und eine neue Schaltungsvariante installiert. Das Netzteil
blieb (bis auf eine Reparatur) unverändert.
Da ich in einem anderen Projekt sehr positive Erfahrungen mit einem µ-Follower
gemacht hatte, hier mit Röhren 12SN7 und 12B4, wollte ich nun eine von
Morgan Jones (Valve Amplifiers, Third Edition) beschriebende Schaltung
mit der ECC82 und ECC88 umsetzen.
Die Vorteile des µ-Followers sind:
- hohe Verstärkung
- gute Linearität
- geringer Ausgangswiderstand (günstig bei langen Kabeln
oder
geringem Eingangswiderstand der Folgestufe)
- geringe Verzerrungen (überwiegend k2)
- keine Gegenkopplung
Schaltung / Funktionsweise des µ-Followers

Beim µ-follower handelt es sich um zwei hintereinander geschaltete
Röhrensysteme. Dabei arbeitet die untere Triode als Katodenbasis-
Spannungsverstaerker auf eine von der oberen Röhre gebildete
aktive Last (Konstantstromquelle). Das obere System wirkt dabei
noch als Katodenfolger (Impedanzwandler) und erhält sein Eingangssignal
über einen Koppelkondensator (im Gegensatz zum SRPP)
von der Anode der Katodenbasisschaltung.
Da das obere System als Katodenfolger eine Verstärkung von <=1 hat,
entspricht das Signal an der Katode ungefähr dem Signal an der
Anode des unteren Systems. Dies bedeutet ein geringer Stromfluß und damit
eine aktive Last mit hohem Widerstand (Konstantstromquelle).
Durch den hohen Lastwiderstand (nahezu horizontale Lastlinie) ergeben
sich geringe Verzerrungen und eine Verstärkung des unteren Systems
die fast der Leerlaufverstärkung entspricht. Da das obere System als
Katodenfolger
arbeitet ergibt sich eine geringe Beeinflussung durch den Eingangwiderstand der
Folgestufe (was sich nochmal positiv in Richtung geringe Verzerrungen auswirkt).
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